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Tipps Auswahl Elektrozaungerät

Wie wähle ich das richtige Weidezaungerät aus?

 

Keine Weidezaunanlage gleicht der anderen. Ob Koppel, Gehege oder Weide – es gibt immer Unterschiede bezüglich Größe, Standort und Tierart. Wenn Sie auf der Suche nach einem geeigneten Weidezaungerät zur Freilandhaltung Ihrer Tiere sind, dann sind vor der Weidezaungerät Auswahl folgende vier Faktoren zu beachten:

 

  1. Wie lang ist der Zaun?
  2. Welche Tierart soll innerhalb der Zaunanlage gehalten werden? Beziehungsweise: Welche Tierart soll aus einem bestimmten Areal herausgehalten werden?
  3. Ist der Zaun bewachsen? Wenn ja, wie stark ist der Bewuchs?
  4. Welche Betriebsart (Netz, Akku, Batterie, Solar, Kombi) wünschen Sie sich?

 

Zu Frage 1: Die Zaunlänge

 

Die Länge des Zaunes spielt bei der Wahl des Weidezaungerätes eine große Rolle. Wichtig zu wissen dabei ist, dass es sich bei der zu beachtenden Zaunlänge um die tatsächliche Länge des Zaunes handelt. Wenn Sie einen Weidezaun mit mehreren Ebenen Leitermaterial errichten, müssen Sie diese Ebenen nicht summieren, um auf die Zaunlänge zu kommen. Sie wird nur einmalig gemessen. Weidezäune, deren Leitermaterial in zwei oder mehr Ebenen verläuft, transportieren, wenn sie von einem modernen Weidezaungerät gespeist werden, den Strom sogar besser, als Zäune, die nur mit einem Band, Seil, Draht oder Litze betrieben werden. Dazu sollten die verschiedenen Ebenen in regelmäßigen Abständen mit entsprechenden Kabeln verbunden werden. Behalten Sie also die Zaunlänge im Kopf, wenn Sie sich für ein Weidezaungerät entscheiden und achten Sie auf die Angaben, die bei der Beschreibung des Gerätes hinsichtlich der Zaunlänge gemacht werden.

 

Zu Frage 2: Die Tierart 

 

Nicht alle Tierarten erfüllen dieselben Voraussetzungen, wenn es um die Hütesicherheit mit elektrischen Weidezaunanlagen geht. So gibt es leicht zu hütende Tiere und schwer zu hütende Tiere. Allgemein gelten Rinder, Pferde, Schweine, Hunde und Katzen als Tiere, die leicht zu hüten sind, weshalb hier Weidezaungeräte mit geringerer Leistung in der Regel ausreichend sind. Wildtiere, Schafe, Ziegen und Federvieh hingegen gelten als schwer zu hüten. Hier empfiehlt es sich, zu einem leistungsstarken Weidezaungerät zu greifen. Die Gründe für diese Einstufungen in schwer oder leicht zu hüten sind folgende: Ein langes oder dichtes Fell bzw. Federkleid führt dazu, dass ein Tier die leichteren Stromschläge eines weniger leistungsstarken Gerätes kaum spürt. Deshalb ist das Fell, die Haut und die Robustheit ein Faktor, ob ein Tier als leicht oder schwer zu hüten eingestuft wird. Daneben spielt auch die Lernfähigkeit und Sensibilität des Tieres eine große Rolle. Für Tiere, die schnell einsehen, dass hier bestimmte Regeln eingehalten werden müssen, um keine unangenehmen Erfahrungen zu machen, reichen Weidezaungeräte mit geringerer Leistungsstärke vollkommen aus. Besonders wilde Tiere hingegen bedürfen mitunter eines etwas größeren Schocks. Dies trifft auch für Wildtiere zu, die man nicht ein-, sondern eher auszäunen möchte, damit sie auf Feldern, Wiesen oder in Gärten keine Schäden anrichten. Natürlich sind dies alles nur allgemeine Richtwerte. Sie selbst kennen das Wesen und den Charakter ihres Tieres am besten. So kann es durchaus sein, dass ein besonders feuriges Pferd oder leicht reizbare Stiere einer etwas höheren Schlagstärke bedürfen, um den Weidezaun als Barriere anzuerkennen. 

 

Zu Frage 3: Der Bewuchs

 

Die empfohlene Zaunlänge für die Anwendung eines bestimmten Weidezaungerätes kann aufgrund des Bewuchses stark variieren. Man unterscheidet dabei in Zaunlänge ohne Bewuchs, Zaunlänge mit mittlerem Bewuchs und Zaunlänge mit starkem Bewuchs. Grundsätzlich ist es ratsam, wenn Sie an Ihrer Weidezaunanlage dafür sorgen, dass so wenig Pflanzen wie möglich das Leitermaterial berühren. Denn durch den Kontakt mit Gräsern oder Büschen kommt es zu Ableitungen und somit zu einer Beeinträchtigung der Leistungskraft. Deshalb reduziert sich die mögliche Zaunlänge, für die ein Weidezaungerät eingesetzt werden kann, um mehr als 50 %, wenn das Gerät gegen starken Bewuchs „ankämpfen“ muss. Wenn es Ihnen nicht möglich ist, den Bewuchs an Ihrer Anlage regelmäßig zurückzuschneiden, dann sollten Sie zu einem starken Weidezaungerät greifen. Achten Sie bei der Auswahl auf die angegebene Zaunlänge mit starkem Bewuchs. Befindet sich diese Angabe im Rahmen der Länge Ihres Zaunes, dann ist das Gerät für Ihre Zwecke geeignet und wird trotz Bewuchses für eine gleichbleibende Impulsübertragung auf der gesamten Strecke des Zaunes sorgen.

 

Wie erkenne ich, wie stark der Zaun bewachsen ist?

  • Ohne Bewuchs: Es besteht keinerlei Kontakt zwischen Pflanzen und Leitermaterial

Mindestleistungsbedarf in diesem Fall: 0,25 Joule

  • Leichter Bewuchs: An wenigen Stellen berühren Pflanzen das Leitermaterial.
  • Mittlerer Bewuchs: Es kommt immer wieder vor, dass Pflanzen fortlaufend das Leitermaterial berühren.

Mindestleistungsbedarf in diesem Fall: 2,0 Joule

  • Starker Bewuchs: Über weite Strecken kommt das Leitermaterial des Zaunes mit Pflanzen in Berührung.

Mindestleistungsbedarf in diesem Fall: 6,0 Joule

 

 

Zu Frage 4: Die Betriebsart

 

Wer sich einen Weidezaun mit Elektrozaungerät betreiben will, der sollte sich Gedanken machen, welche Stromquelle die richtige für seine Zwecke ist. Für alle Tierarten gibt es bezüglich der Stromversorgung verschiedene Alternativen:

 

  • 230-Volt Weidezaungerät mit Wechselstrom aus der Steckdose
  • 12-Volt Weidezaungerät mit Strom aus wieder aufladbarem Akku
  • 9-Volt Weidezaungerät mit Strom aus Batterie
  • Kombi-Weidezaungerät mit Strom aus Steckdose oder Akku
  • Solarbetriebenes Weidezaungerät mit Strom aus Solarzellen oder Speicherakku

 

Hier nun die Vorteile der einzelnen Arten, wie ein Weidezaungerät betrieben werden kann und natürlich auch Hinweise, was bei der jeweiligen Betriebsart zu beachten ist:

 

230-Volt Netzgerät

Die Voraussetzung, um seinen Weidezaun mit einem 230-Volt Netzgerät zu betreiben, ist natürlich ein Stromanschluss. Deshalb ist ein solches Gerät leider nur bedingt flexibel anwendbar. Liegt Ihre Weide  in der Nähe des Hofes oder eines Stalls bzw. einer Scheune mit Stromanschluss, dann spricht vieles dafür, die Anlage übers Netz laufen zu lassen. Denn 230 Volt Weidezaungeräte haben viele Vorteile: Sie sind günstig in der Anschaffung. Sie sind energiesparend. Sie sind besonders leistungsstark. Zu beachten bei dieser Betriebsart ist, dass ein Weidezaungerät mit Netzanschluss nicht in geschlossenen Räumen aufgestellt werden sollte. Aus Brandschutzgründen sollte es besser sicher an der Außenwand eines Gebäudes montiert werden. Auch eine Blitzschutzanlage, die Sie über weidezaeune.com günstig kaufen können, ist für ein solches Gerät zu empfehlen, da dieses mit dem hauseigenen Stromnetz verbunden ist.

 

12-Volt-Akkugerät

Die flexible Alternative zum netzbetriebenen Weidezaungerät ist ein 12-Volt Akku-Gerät. Auch diese Geräte zeichnen sich durch starke Leistung aus und können deshalb problemlos für lange Zäune, Zäune mit starkem Bewuchs oder schwer zu hütende Tiere verwendet werden. 12-Volt Elektrozaungeräte sind lageunabhängig und sind deshalb überall einsetzbar. Der Akku kann nachgeladen werden, weshalb zum übergangslosen Austausch stets ein Zweitakku zur Verfügung stehen sollte. Alternativ kann für viele Akku Elektrozaungeräte auch ein Solarmodul nachgerüstet werden, welches automatisch für das Aufladen des Akkus sorgt. Bei dieser Betriebsart ist neben der Ladezeit auch die Tatsache zu berücksichtigen, dass Akku-Weidezaungeräte, die auf entfernten Weiden genutzt werden, ein beliebtes Diebesgut darstellen. Deshalb ist eine spezielle und effektive Diebstahlsicherung etwa durch einen elektrifizierbaren Metallkasten ratsam.

 

9-Volt-Batteriegeräte

Ebenfalls flexibel einsetzbar sind Weidezaungeräte, die mit einer 9 Volt Batterie betrieben werden. 9-Volt Elektrozaungeräte sind leicht zu handhaben und können überall Verwendung finden. Anzumerken ist jedoch, dass diese Betriebsart keine große Leistungsstärke erlaubt, weshalb Batterie Weidezaungeräte nur für Zäune mit geringer Länge und für leicht zu hütende Tiere eingesetzt werden sollten. Außerdem sollten Sie beachten, dass der Austausch von Batterien mit höheren Betriebskosten als bei Netz- oder Akku-Geräten verbunden ist. Auch Batteriegeräte, die außerhalb der sicheren Hofanlage eingesetzt werden, werden gern gestohlen. Wie bei Akkugeräten können sie auch hier entsprechende und einfache Vorkehrungen gegen Diebstahl treffen, indem Sie sich zum Beispiel eine unter Strom stehende Sicherheitsbox für Elektrozaungeräte zulegen.

 

Kombi-Weidezaungerät

Wer die Vorteile eines 230 Volt Netzgerätes und eines 12 Volt Akku Gerätes kombinieren will, der ist mit einem Dual-Weidezaungerät bestens bedient. Diese AN Elektrozaungeräte können nämlich sowohl mit Steckdose als auch über Akku betrieben werden. So sind sie sowohl bequem am Hof, als auch auf entlegenen Weiden einsetzbar.

 

Solarbetriebenes Weidezaungerät

Viele moderne Weidezaungeräte können zusätzlich mit Solarenergie betrieben werden, indem Sie einfach ein Solarmodul nachrüsten. Alternativ gibt es auch solche Geräte, die von vornherein mit einem Solarmodul ausgestattet sind und ihren Strom mithilfe der Sonne erzeugen. Diese Art des Weidezaunbetriebs wird immer beliebter und das hat seine guten Gründe: Die Lage im Freien ist optimal, um die Sonnenkraft für den Weidezaun zu nutzen. Diese Form der Energiegewinnung ist zudem umweltfreundlich und kostensparend. Außerdem sind Solargeräte für den Weidezaun flexibel einsetzbar und überzeugen durch eine lange Betriebszeit. Zu beachten ist allerdings, dass die Leistung von Solar Weidezaungeräten nicht für lange Zäune und schwer zu hütende Tiere ausreicht. Doch wer etwa eine kleine bis mittelgroße Pferdekoppel betreiben will, der sollte unbedingt über diese beliebte Alternative nachdenken.